Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

beinahe möchte man fragen, wer an der Uhr gedreht hat, so schnell ist dieses Jahr 2021 mit all seinen Höhen und Tiefen vergangen. Nun hat die Adventszeit begonnen und das Weihnachtsfest pirscht sich in großen Schritten heran. Weihnachten 2.0 unter Pandemiebedingungen. Da bekommt die Liedzeile „Alle Jahre wieder“ plötzlich eine unangenehme Bedeutung. Wie haben wir uns noch im August auf diese Adventszeit gefreut! Weihnachtsmarkt mit allem Pipapo, so wie früher eben, als unsere größte Sorge noch den kalten Füßen galt, die man sich beim langen Anstehen am Glühweinstand holte. Auch ich habe zu denen gehört, für die diese Pandemie irgendwie vorbei schien. Optimistisch haben wir Veranstaltungen geplant und uns wie Kinder darauf gefreut. Umso größer war die Enttäuschung, als immer offensichtlicher wurde, dass wir dieses fiese unberechenbare Virus, das eigentlich so einen netten Namen hat, eben nicht los geworden sind. Mitten in der friedlichen Adventszeit brechen sie los, die Schuldzuweisungen, die Wut, das Unverständnis für die Entscheidungen des jeweils anderen. Aber auch wenn es uns heute so weit weg scheint wie noch nie seit Beginn der Pandemie, dürfen wir nicht vergessen, dass es auch eine Zeit nach Corona geben wird. Darum wünsche ich uns, dass wir bei allen Differenzen den Blick füreinander nicht verlieren. Das bedeutet auch, dass wir Regeln akzeptieren, auch wenn sie uns nicht immer gefallen oder wir sie nicht immer verstehen können oder wollen.

Da die Weihnachtsstimmung in diesem Jahr wiederholt nicht durch die Zufuhr von Glühwein in geselliger Runde angeheizt werden kann, hat unser Bauhof (Lob an die Männer des Bauhofs und auch den Baumspendern ein herzliches Dankeschön!) dem Marktplatz ein heimeliges und stimmungsvolles Antlitz verliehen.

Unser Kinderweihnachtsbaum vor der leider verschlossenen Rathaustür füllt sich zu unserer großen Freude langsam. Neben selbstgebasteltem Schmuck, Weihnachtskugeln und allerlei kreativen Beigaben findet sich auch ein Wunschzettel, auf dem geschrieben steht:

Was für ein herrlich zeitloser Wunsch! Wir unterstützen diese Forderung, bitten Petrus aber, diesen Zauber möglichst auf die Weihnachtsfeiertage (und ausnahmsweise den 08. Januar) zu beschränken….

Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde wünsche ich, dass es Ihnen trotz der aktuellen Nachrichtenlage gelingt, Gelassenheit, Fröhlichkeit und Harmonie zuzulassen. Dann steht einem großartigen Weihnachtsfest fast nichts mehr im Wege. Genießen Sie das schönste Fest des Jahres und bleiben Sie zuversichtlich und vor allem gesund!

Ihre Birgit Kaden
Bürgermeisterin